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Immobilien Preisentwicklung

In ihrem Frühjahrsgutachten haben die Immobilienweisen erneut die Entwicklungen in der Immobilienwirtschaft beleuchtet. Unter anderem kommen sie zu dem Schluss, dass es in Städten an ausreichend großen Wohnungen fehlt. Den nochmaligen Anstieg der Kaufpreise bezeichnen die Experten als „beängstigend“.

Bauleistungen und Bauland werden weiter teurer
Laut Gutachten dürfte die Materialknappheit in der Branche im Laufe des Jahres 2022 überwunden sein, sodass die Bautätigkeit insbesondere im Wohnungsbau nun weiter an Fahrt aufnehmen kann. Mit der konjunkturellen Erholung dürfte sich außerdem nach Einschätzung der Experten die Situation im Wirtschaftsbau verbessern. Kapazitätsengpässe und der Fachkräftemangel hemmen jedoch eine stärkere Expansion. Im Zusammenhang mit langwierigen Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie knappem Bauland gehen die Immobilienweisen davon aus, dass der Nachfrageüberhang bestehen bleibt. Als Konsequenz werden sich Bauleistungen und Bauland und somit die Immobilien weiter verteuern.

Mieten haben weiter zugelegt
Die Angebotsmieten für Wohnungen im Bestand sind auch im Jahr 2021 weiter gestiegen und haben durchschnittlich die Marke von 8,46 Euro pro m² erreicht. Die Erhöhung war mit +3,7% ähnlich dynamisch wie im Vorjahr, als der Zuwachs +3,1% betrug. Der deutlichste Mietanstieg war dabei in den Landkreisen in Westdeutschland zu verzeichnen.

Preise für Eigentumswohnungen sind nach oben geschnellt
Bei den Eigentumswohnungen hat die Kaufpreisrallye 2021 weiter an Fahrt aufgenommen. Im bundesweiten Mittel haben sich die Preise gegenüber dem Jahr 2020 um 14,3% auf 3.140 Euro pro m² erhöht. Dies bedeutet einen noch stärkeren Anstieg als im Vorjahr mit 11,2%. In Ostdeutschland haben die Preise dabei stärker zugelegt als im Westen der Republik.

EU-Risikorat: Überbewertungen auf deutschem Immobilienmarkt. Die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt hierzulande bereitet dem Europäischen Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) Sorge. Die Risikowächter sehen eine Überbewertung auf dem deutschen Markt und empfehlen, mehr gegen eine Überhitzung zu unternehmen.
Der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) wurde 2010 errichtet, um das EU-Finanzsystem zu überwachen und Systemrisiken vorzubeugen bzw. zu begrenzen. Als Frühwarnsystem soll er die Stabilität der Finanzmärkte im Blick behalten. Nun hat der EU-Risikorat Warnungen und Empfehlungen an mehrere Länder zu mittelfristigen Schwachstellen in den Wohnimmobilienmärkten veröffentlicht. Einer der Empfehlungen richtet sich an Deutschland, das bereits 2016 und 2019 Warnungen des ESRB erhalten hatte.

Risikowächter warnen
Als größte Schwachstellen auf dem Wohnimmobilienmarkt in Deutschland bezeichnen die Risikowächter die erheblichen Überbewertung der Immobilienpreise in städtischen Gebieten, verbunden mit einem weit verbreiteten und schnellen Anstieg der Immobilienpreise. Der Rat sieht auf dem deutschen Immobilienmarkt eine hohe und wachsende Überbewertung; von einem starken Preisanstieg, Zeichen sich lockernder Kreditvergabestandards und fehlenden Daten zu Immobiliendarlehen ist die Rede. Das Risiko für Deutschland bewertete der Rat als „mittel“. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen seien nur „teilweise angemessen und teilweise ausreichend“. Der Rat empfiehlt strengere Regelungen.

Auch BaFin in Sorge
Die Preisexplosion am Immobilienmarkt bereitet auch der deutschen Finanzaufsicht BaFin Sorgen. Angesichts der gestiegenen Risiken und möglicher Überbewertungen am Immobilienmarkt hat die Finanzaufsicht reagiert und den antizyklischen Kapitalpuffer von 0% auf 0,75% erhöht. Damit sollen Geldinstitute mehr Krisenpolster bilden.

Immobilien mit niedriger Effizienz werden im Preis sinken
Beim Immobilienkauf spielt die Energieeffizienz eine immer wichtigere Rolle. Laut einer Umfrage wird sich dies zunehmend auf die Immobilienpreisbildung auswirken. 46% der Immobilienexperten erwarten einen deutlich steigenden Einfluss auf den Preis. Immobilien mit niedriger Effizienz dürften im Preis sinken.

Infolge des Klimawandels und der steigenden Energiepreise legen immer mehr Immobilienverkäufer Wert auf ein hohe Energieeffizienz von Gebäuden. Die EU-Kommission hat Ende 2021 einen Vorschlag für die Überarbeitung der Richtlinie zur Energieeffizienz von Gebäuden präsentiert. So sollen etwa Wohngebäude der Klasse G bis 2030 durch Sanierungen mindestens auf die Klasse F gehoben werden. Als weitere geplante Maßnahmen stehen in Deutschland aktuell ein neuer Energieausweis und neue Pflichten zur energetischen Sanierung beim Wechsel des Eigentümers an.

Auswirkung auf Preisbildung
Vor diesem Hintergrund gehen die Immobilienexperten des Maklerunternehmens Homeday davon aus, dass das Thema Energieeffizienz einen immer größeren Einfluss auf die Immobilienpreisbildung haben wird. 46% der Befragten messen dem Thema eine deutlich steigende Bedeutung bei. Weitere 43% gehen von einer wenigstens leichten Zunahme aus.
Auf die Frage, wie sehr sich Energieeffizienz bereits jetzt auf die Preise auswirkt, zeichnen die Experten laut Homeday keinen einheitlichen Trend: Während 50% den Einfluss für „eher niedrig“ halten, meint die andere Hälfte der Befragten (48%), die Auswirkung sei „eher hoch“.

Relevanz wird bis 2050 mit jedem Jahr steigen
„Aufgrund der fortschreitenden Regulierung nimmt bis 2050 mit jedem weiteren Jahr die Bedeutung der Energieeffizienz für Gebäude zu. Aktuell sind diese Effekte noch nicht auf breiter Basis im Immobilienmarkt eingepreist. Immobilien mit niedriger Effizienz werden im Preis sinken”, unterstreicht Steffen Wicker, Gründer und CEO von Homeday.

Die EU strebt bis zum Jahr 2050 insgesamt Klimaneutralität an. Als einer der Hauptemissionstreiber kommt dem Gebäudesektor dabei eine Schlüsselrolle zu. „Immobilienkäufer sollten in den kommenden Jahren die Gesetzeslage genau im Blick behalten und prüfen, inwieweit sie in Zukunft in energetische Maßnahmen im Bestand investieren müssen”, erklärt Wicker. (tk)


Quellen: https://www.asscompact.de
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