Wenn alles teurer und knapper wird! Ist Photovoltaik die Lösung?
Wären Sie auch gerne unabhängig vom Stromnetz und den steigenden Strompreisen? Sie möchten einen Beitrag zur Energiewende leisten? Gutes für die Umwelt tun und dabei noch Fördermittel vom Staat erhalten? Da scheint eine eigene Photovoltaik-Anlage, die vielerorts wie Pilze aus dem Boden schießen, genau die richtige Lösung zu sein.
Doch ist Ihr Dach überhaupt geeignet für eine PV-Anlage?
Nicht jedes Dach besitzt eine ausreichende Tragfähigkeit um das Gewicht einer Photovoltaik-Anlage zu halten. Die Dacheindeckung muss auf jeden Fall vor einer möglichen Installation geprüft werden. Geeignete Institutionen hierfür sind etwa ein Dachdecker-Meisterbetrieb, ein Statiker oder ein kompetenter Sachverständiger.
Ist das Dach überhaupt groß genug?
Wieviel Fläche wird benötigt bzw. ist überhaupt vorhanden? Wie viel solaren Strom möchten bzw. können Sie überhaupt produzieren? Auch diese Fragen wird ein Fachmann im Vorfeld klären können.
Ist die Sonneneinstrahlung hoch genug?
Intensive Verschattung durch andere Gebäude oder hohe Bäume sollte es nicht geben. Für einen maximalen Stromertrag ist das ideale Dach nach Süden ausgerichtet und hat einen Neigungswinkel zwischen 30 und 45 Grad. Möchten Sie so viel Photovoltaik-Strom wie möglich selbst nutzen und einen ausreichend hohen Ertrag über den Tag verteilt ernten, sind flacher geneigte Ost-/Westdächer eine gute Voraussetzung dafür.
Und wer installiert die PV-Anlage?
Bei Bestandsimmobilien muss die Montage nicht zwingend vom Fachbetrieb erfolgen. Da die Module i.d.R. auf einer Trägerkonstruktion befestigt werden und auf keinen Fall mit der Dacheindeckung in Kontakt kommen dürfen, ist es auf jeden Fall ratsam dies von einem Fachmann durchführen zu lassen. Es gilt diverse Vorgaben einzuhalten z.B. bei den Abständen der Dachhaken, auf denen die Module aufliegen. Des Weiteren könnten Kabel bei der Montage beschädigt werden. Passieren hier Fehler, wird es schnell richtig teuer. Schwindelfrei sollte man auch unbedingt sein.
Aber Achtung:
Angeschlossen und abgenommen muss die Anlage aber zwingend von einem Elektro-Installateur. Auch wenn viele Arbeiten in Eigenleistung erbracht werden können, sollte dies unbedingt von einem Fachmann begleitet werden.
Wie funktioniert eine Photovoltaik-Anlage überhaupt?
Sonnenenergie wird in den Solarzellen (Photovoltaik-Module) durch den photoelektrischen Effekt in Strom umgewandelt. Über einen Wechselrichter wird dann Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt, der direkt im Haus genutzt werden kann. Ein Stromzähler zeigt Ihnen an, wieviel Strom Sie erzeugt haben. Ein Batteriespeicher nimmt Strom aus der Photovoltaikanlage auf und speichert ihn, bis er im Haus gebraucht wird. Ein optionaler Stromspeicher sorgt zudem dafür, dass tagsüber erzeugter Solarstrom auch nachts genutzt werden kann. So profitieren Sie von Ihrem selbsterzeugten Strom auch dann, wenn mal nicht die Sonne scheint. Und sollte Ihre Photovoltaik-Anlage einmal mehr Strom produzieren, als Sie benötigen, können Sie jederzeit die Überschüsse ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Somit profitieren alle von Ihrer erneuerbaren Energie.
Da jede Medaille bekanntlich 2 Seiten hat, so hat auch eine PV-Anlage Vor- und Nachteile.
Vorteile:
✅ Mehr Unabhängigkeit von Stromversorger und Strompreisen mit einem Batteriespeicher
✅ Fördermittel möglich
✅ CO2-Emmissionen werden reduziert
✅ Die Sonne steht kostenlos als unerschöpfliche Energiequelle zur Verfügung
✅ Fossile Brennstoffe wie Öl oder Kohle gehen zur Neige, damit steigen die Erzeugungskosten für Strom.
✅ Höherer Eigenverbrauchsanteil bei Photovoltaik-Speicher
✅ PV-Anlagen (mit Ausnahme Anlagen mit Nachführung) sind extrem wartungsarm, da es keine beweglichen Teile gibt. Verschleiß durch bewegte Teile ist somit ausgeschlossen. Die Anlage hat eine Lebenserwartung von mindestens 20 - 25 Jahren.
✅ Keine Lärmbelästigung, keine Geruchsbelästigung, keine Emissionen, keine Schadstoffe
✅ Auch bei einer Störung der PV-Anlage steht weiterhin Strom aus dem Netz zur Verfügung.
✅ Mit einer PV-Anlage ist man unabhängig vom eigenen verbrauchten Strom, es besteht also kein Limit für den erzeugten Solarstrom. Alles wird bzw. muss abgenommen werden. Der Überschuss oder der gesamte erzeugte Solarstrom wird einfach ins Netz eingespeist und vergütet.
Nachteile:
🔵 Die Module unterliegen einer Degradation. Das bedeutet, dass sie im Laufe der Zeit etwas an Leistung verlieren. Die Leistungsgarantie der meisten Modulhersteller beträgt 90% auf 10 Jahre und 80% auf 20 Jahre.
🔵 Wechselrichter sind Verschleißteile und können schneller als einem lieb ist ausfallen. Eine entsprechend lange Garantielaufzeit oder eine Verlängerung der bestehenden Garantielaufzeit der Wechselrichter sowie finanzielle Rücklagen sind daher ratsam.
🔵 Hohe Investitionskosten, die sich im Durchschnitt nach frühestens 10 - 15 Jahren amortisieren.
🔵 Eine geeignete Dachfläche wird benötigt
🔵 Platzbedarf bei Photovoltaik-Speichern
🔵 Hoher Aufwand an "grauer Energie", große Effizienzunterschiede bei Stromspeichern
🔵 große Effizienzunterschiede
🔵 PV liefert keine gleichmäßige Stromeinspeisung. Naturgemäß schwankt die eingespeiste Strommenge je nach Tageszeit und Witterung. Durch den vermehrten Zubau mit Photovoltaikanlagen kommt es daher entweder zu einer Über- oder Unterversorgung an Strom. Speichermöglichkeiten sind momentan noch sehr teuer.
Worauf Sie achten sollten: Solarstromspeicher und Wirkungsgrad
Die PV-Anlage sollte mit einem Speicher ausgestattet sein. Weil Stromproduktion und -bedarf im Haushalt zeitlich auseinanderklaffen, können ohne Speicher nur etwa 25 Prozent des PV-Stroms im eigenen Haus verbraucht werden. D.h. ohne Solarstromspeicher werden in einem durchschnittlichen Haushalt etwa 75 Prozent des selbst erzeugten Stromes ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Dafür gibt es die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung, die von Jahr zu Jahr sinkt. Die Einspeisetarife sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verankert. Beim Speicher selbst, sollten Sie ein hocheffizientes Modell mit einem Wirkungsgrad von über 95 Prozent wählen.
Unterstützt mich der Staat?
Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen können Unterstützung bekommen. Hierzu finden Sie präzise und aktuelle Informationen und Antragsformulare auf der Seite der KfW.
Haben Sie Fragen?
Gerne empfehlen wir Ihnen kompetente Experten aus unserem Netzwerk.
Quellen:
https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Energieeffizient-Sanieren/Photovoltaik/
https://www.photovoltaik-web.de/photovoltaik/dacheignung/vor-und-nachteile-pv
https://wohnglueck.de/artikel/photovoltaik-speicher-vorteile-nachteile-9457
Doch ist Ihr Dach überhaupt geeignet für eine PV-Anlage?
Nicht jedes Dach besitzt eine ausreichende Tragfähigkeit um das Gewicht einer Photovoltaik-Anlage zu halten. Die Dacheindeckung muss auf jeden Fall vor einer möglichen Installation geprüft werden. Geeignete Institutionen hierfür sind etwa ein Dachdecker-Meisterbetrieb, ein Statiker oder ein kompetenter Sachverständiger.
Ist das Dach überhaupt groß genug?
Wieviel Fläche wird benötigt bzw. ist überhaupt vorhanden? Wie viel solaren Strom möchten bzw. können Sie überhaupt produzieren? Auch diese Fragen wird ein Fachmann im Vorfeld klären können.
Ist die Sonneneinstrahlung hoch genug?
Intensive Verschattung durch andere Gebäude oder hohe Bäume sollte es nicht geben. Für einen maximalen Stromertrag ist das ideale Dach nach Süden ausgerichtet und hat einen Neigungswinkel zwischen 30 und 45 Grad. Möchten Sie so viel Photovoltaik-Strom wie möglich selbst nutzen und einen ausreichend hohen Ertrag über den Tag verteilt ernten, sind flacher geneigte Ost-/Westdächer eine gute Voraussetzung dafür.
Und wer installiert die PV-Anlage?
Bei Bestandsimmobilien muss die Montage nicht zwingend vom Fachbetrieb erfolgen. Da die Module i.d.R. auf einer Trägerkonstruktion befestigt werden und auf keinen Fall mit der Dacheindeckung in Kontakt kommen dürfen, ist es auf jeden Fall ratsam dies von einem Fachmann durchführen zu lassen. Es gilt diverse Vorgaben einzuhalten z.B. bei den Abständen der Dachhaken, auf denen die Module aufliegen. Des Weiteren könnten Kabel bei der Montage beschädigt werden. Passieren hier Fehler, wird es schnell richtig teuer. Schwindelfrei sollte man auch unbedingt sein.
Aber Achtung:
Angeschlossen und abgenommen muss die Anlage aber zwingend von einem Elektro-Installateur. Auch wenn viele Arbeiten in Eigenleistung erbracht werden können, sollte dies unbedingt von einem Fachmann begleitet werden.
Wie funktioniert eine Photovoltaik-Anlage überhaupt?
Sonnenenergie wird in den Solarzellen (Photovoltaik-Module) durch den photoelektrischen Effekt in Strom umgewandelt. Über einen Wechselrichter wird dann Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt, der direkt im Haus genutzt werden kann. Ein Stromzähler zeigt Ihnen an, wieviel Strom Sie erzeugt haben. Ein Batteriespeicher nimmt Strom aus der Photovoltaikanlage auf und speichert ihn, bis er im Haus gebraucht wird. Ein optionaler Stromspeicher sorgt zudem dafür, dass tagsüber erzeugter Solarstrom auch nachts genutzt werden kann. So profitieren Sie von Ihrem selbsterzeugten Strom auch dann, wenn mal nicht die Sonne scheint. Und sollte Ihre Photovoltaik-Anlage einmal mehr Strom produzieren, als Sie benötigen, können Sie jederzeit die Überschüsse ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Somit profitieren alle von Ihrer erneuerbaren Energie.
Da jede Medaille bekanntlich 2 Seiten hat, so hat auch eine PV-Anlage Vor- und Nachteile.
Vorteile:
✅ Mehr Unabhängigkeit von Stromversorger und Strompreisen mit einem Batteriespeicher
✅ Fördermittel möglich
✅ CO2-Emmissionen werden reduziert
✅ Die Sonne steht kostenlos als unerschöpfliche Energiequelle zur Verfügung
✅ Fossile Brennstoffe wie Öl oder Kohle gehen zur Neige, damit steigen die Erzeugungskosten für Strom.
✅ Höherer Eigenverbrauchsanteil bei Photovoltaik-Speicher
✅ PV-Anlagen (mit Ausnahme Anlagen mit Nachführung) sind extrem wartungsarm, da es keine beweglichen Teile gibt. Verschleiß durch bewegte Teile ist somit ausgeschlossen. Die Anlage hat eine Lebenserwartung von mindestens 20 - 25 Jahren.
✅ Keine Lärmbelästigung, keine Geruchsbelästigung, keine Emissionen, keine Schadstoffe
✅ Auch bei einer Störung der PV-Anlage steht weiterhin Strom aus dem Netz zur Verfügung.
✅ Mit einer PV-Anlage ist man unabhängig vom eigenen verbrauchten Strom, es besteht also kein Limit für den erzeugten Solarstrom. Alles wird bzw. muss abgenommen werden. Der Überschuss oder der gesamte erzeugte Solarstrom wird einfach ins Netz eingespeist und vergütet.
Nachteile:
🔵 Die Module unterliegen einer Degradation. Das bedeutet, dass sie im Laufe der Zeit etwas an Leistung verlieren. Die Leistungsgarantie der meisten Modulhersteller beträgt 90% auf 10 Jahre und 80% auf 20 Jahre.
🔵 Wechselrichter sind Verschleißteile und können schneller als einem lieb ist ausfallen. Eine entsprechend lange Garantielaufzeit oder eine Verlängerung der bestehenden Garantielaufzeit der Wechselrichter sowie finanzielle Rücklagen sind daher ratsam.
🔵 Hohe Investitionskosten, die sich im Durchschnitt nach frühestens 10 - 15 Jahren amortisieren.
🔵 Eine geeignete Dachfläche wird benötigt
🔵 Platzbedarf bei Photovoltaik-Speichern
🔵 Hoher Aufwand an "grauer Energie", große Effizienzunterschiede bei Stromspeichern
🔵 große Effizienzunterschiede
🔵 PV liefert keine gleichmäßige Stromeinspeisung. Naturgemäß schwankt die eingespeiste Strommenge je nach Tageszeit und Witterung. Durch den vermehrten Zubau mit Photovoltaikanlagen kommt es daher entweder zu einer Über- oder Unterversorgung an Strom. Speichermöglichkeiten sind momentan noch sehr teuer.
Worauf Sie achten sollten: Solarstromspeicher und Wirkungsgrad
Die PV-Anlage sollte mit einem Speicher ausgestattet sein. Weil Stromproduktion und -bedarf im Haushalt zeitlich auseinanderklaffen, können ohne Speicher nur etwa 25 Prozent des PV-Stroms im eigenen Haus verbraucht werden. D.h. ohne Solarstromspeicher werden in einem durchschnittlichen Haushalt etwa 75 Prozent des selbst erzeugten Stromes ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Dafür gibt es die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung, die von Jahr zu Jahr sinkt. Die Einspeisetarife sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verankert. Beim Speicher selbst, sollten Sie ein hocheffizientes Modell mit einem Wirkungsgrad von über 95 Prozent wählen.
Unterstützt mich der Staat?
Sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen können Unterstützung bekommen. Hierzu finden Sie präzise und aktuelle Informationen und Antragsformulare auf der Seite der KfW.
Haben Sie Fragen?
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Quellen:
https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Energieeffizient-Sanieren/Photovoltaik/
https://www.photovoltaik-web.de/photovoltaik/dacheignung/vor-und-nachteile-pv
https://wohnglueck.de/artikel/photovoltaik-speicher-vorteile-nachteile-9457
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